Vermögensplanung für Familien: 
Ein geschichtlicher Streifzug

Das Prinzip des Family Office hat seine Wurzeln in den USA und die Tradition reicht ins Jahr 1838 zurück, als das „House of Morgan“ gegründet wurde. Die immer zahlreicher werdenden Family Offices sollten ein umfassendes, professionelles Dienstleistungsangebot rund um die diversifizierten Familienvermögen sicherstellen – unabhängig von den eigennutzorientierten Finanzdienstleistern. Ein professionelles Team sollte allein den Interessen seiner Kunden verpflichtet sein und ständig die bestmöglichen Lösungen identifizieren.

Der Begriff Family Office umfasst so den finanzwirtschaftlichen Vollservice auch über Generationen hinweg, was gerade Unternehmerfamilien und anspruchsvolle Privatkunden schätzten. Das Family Office erfüllt mittlerweile immer umfassendere Aufgaben, was den Familienmitgliedern ihr Leben erleichtert und ihnen Freiräume verschafft. So koordiniert und steuert das Family Office ein Experten-Netzwerk aus Steuer-, Rechts- und Kapitalanlageberatern – sie alle dienen der alles überragenden Zielsetzung: dem Schutz der Vermögenswerte und dem nachhaltigen Vermögenszuwachs.

Allein in Europa widmen sich 750 Family Offices ausschließlich den Geschäften einer einzigen Familie, beispielsweise die Jacobs Holding in der Schweiz. Jedes dieser Single-Family-Offices verwaltet Anlagevermögen von mindestens EUR 100 Mio., (wobei das empfohlene Mindestvermögen EUR 500 Mio. Euro betragen sollte). Sogenannte Multi-Family-Offices verwalten kleinere Vermögen. Mittlerweile bieten auch Geschäfts- und Privatbanken hauseigene Multi-Family-Offices an, allerdings sehen Kritiker die nötige Distanz nicht gegeben. Denn Neutralität ist eine Grundvoraussetzung der optimalen Vermögensentwicklung. 

Familienrat